Selbstporträt

Die Deutsch-Ungarin Elke Krowke-Varsanyi (1944) ist gelernte Verlagskauffrau, die zur Buchhändlerin avancierte und an mehreren Volkshochschulen als Dozentin für Literatur tätig war.
Interesse an der Malerei entdeckte sie durch die Bekanntschaft mit Prof. Dr. R. G. Dobard von der Howard-University in Washington D.C./USA, anläßlich seines Aufenthaltes als Gastkünstler der Hansestadt Lübeck. Während ihres Studienaufenthaltes 1988 in den USA nahm die Künstlerin Privatunterricht bei ihm. Außerdem nahm sie Unterricht bei Edith Schaar an der Werkkunstschule Lübeck.
Beginnend mit gegenständlichen Themen ging die Entwicklung im Laufe der Zeit über die halbabstrakte zur abstrakten Richtung weiter. So entstanden in den Jahren 1988 bis 2000 über 500 Werke. Darunter befinden sich Aquarelle, Arbeiten in Dispersions- und Eitemperafarben auf Papier, Holz, Hartfaser und Leinwand, Collagen unter Verwendung von Blattgold, Battsilber, Aluminiumfolie, Holz, Sand und Papier.
Deutlich wird die Aufgliederung von Elke Krowke-Varsanyis Arbeiten in bestimmte Gruppen und Themenbereiche sorgsam aufeinander abgestimmt, aber durchaus sog. "Solitär"-Werke unterbrochen, die spontan als Reaktion auf aktuelle zeitpolitische Geschehen entstanden, wie z.B. ein sehr ergreifendes Bild, das am Tage des Ausbruchs des Golfkrieges entstand. Überhaupt sind alle Werke der Künstlerin Spiegel ihrer "inneren Bilder", der Dinge und Geschehen, die sie stark beschäftigen und letztendlich uns alle - mehr oder weiniger bewußt oder unbewußt - bewegen.
Dabei sind die Kraft der Farben und Eindringlichkeit der Bildaussage beeindruckend. Es gelingt ihr, mit einer mitunter ornamentalen und floralen Formensprache unter Verwendung kraftvoller Farben, die sie mit weichem Strich auf den Malgrund bannt, den Betrachter magisch anzuziehen und in das Zentrum des Geschehens zu weisen.

2011.
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